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In der Schweiz gibt es immer noch nur wenige unternehmerisch geführte Sozialfirmen. Seit den 80er Jahren wurde das Sozialwesen mit Staatsgeldern massiv ausgebaut. Heute arbeiten mehr als doppelt so viele Personen im Sozialbereich als 1990. Die Kosten laufen vielerorts aus dem Ruder. Die Apparate sind enorm teuer, die Methoden veraltet und die Wirkung lässt zu wünschen übrig. Auch im Bereich der Arbeitsintegration gibt es zur Zeit kaum methodische Innovation.

Die meisten Anbieter arbeiten mit agogischen Ansätzen, die aus dem Behindertenbereich kommen und sehr teuer, aber nicht in allen Bereichen wirklich wirkungsvoll sind.

Im Moment werden viele Arbeitsintegrationsangebote für Menschen aus der Sozialhilfe geschlossen, weil die Zuweiser nicht mehr bereit sind, hohe Kosten zu bezahlen für Menschen mit geringen Aussichten auf eine Stelle im Ersten Arbeitsmarkt.

Die Dock Gruppe AG hat in den letzten Jahren gezeigt, dass es möglich ist, eine Arbeitsintegration für Menschen aus der Sozialhilfe anzubieten, die volkswirtschaftlich kostenneutral ist.

Die Schweiz hätte optimale Voraussetzungen für mehr sozialunternehmerische Innovation im Bereich der Arbeitsintegration. Es gibt wenige gesetzliche Hürden und es besteht traditionell eine grosse Offenheit der KMUs für eine pragmatische Zusammenarbeit mit Sozialfirmen.